Initiative Flensburg Für Grundrechte

(c) Bjarne (Fablab Lübek)
Maskenwelt

Hinter der Maske – FFP2 & Co.

Seit ungefähr einem Jahr hat das Virus SARS-CoV-2 die Welt fest im Griff. Am 25. März 2020 stellte das Parlament eine „epidemische Lage von nationaler Tragweite“ fest. Mit dieser Feststellung gingen und gehen fragwürdige politische Maßnahmen einher. Auch wenn es sich lohnt, jede dieser Maßnahmen zu betrachten, ist die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung oder gar FFP2 Maske eine der spannendsten und gleichzeitig eine der widersprüchlichsten Maßnahmen.

Die Mund-Nasen-Bedeckung und ihr zweifelhafter Verfechter

Als eine der wichtigsten Präventionsmaßnahmen gilt seit etwa Mitte April 2020 eine Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung (MNB). Der Virologe Prof. Dr. Christian Drosten spielt eine entscheidende Rolle hinsichtlich der Beratung der Bundesregierung. Auch aufgrund der Aussagen des Virologen begründet man die Maskenpflicht als eine entscheidende Maßnahme. Interessant ist jedoch, dass Herr Drosten am 30.01.2020 in einem mit RBB geführten Interview sagte, dass man mit einer Maske das Virus nicht aufhalte Zitat: 

„(…) damit [mit der Maske; A. d. A.] hält man das nicht auf. Wir können nochmal separat drüber reden – Aber die technischen Daten dazu sind nicht gut für das Aufhalten mit der Maske.“ 

Außerdem wiederholte er in zwei Pressekonferenzen, dass eine MNB nicht sinnvoll sei, da diese das Verbreiten des Virus nicht aufhalte, Zitat: 

„(…) Wir wissen nicht, ob nicht die Verwendung von Alltagsmasken in großer Verbreitungsweite, ob das nicht dazu führt, dass im Durchschnitt die erhaltene Virusdosis in einer Infektion geringer ist und dass im Durchschnitt des Krankheitsverlaufs auch weniger schädlich sein könnte, aber das ist reine Spekulation. Dazu gibt es keine wissenschaftlichen Belege. Und es gibt umgekehrt eben Länder, in denen man sagen kann, es wurde von Anfang an durchgängig Maske getragen, dazu gehören sehr viele asiatische Länder und trotzdem ist es zu großen Ausbrüchen gekommen.“

Nun könnte man argumentieren, dass sich die Erkenntnisse und das Wissen rund um das Virus verändert haben und dass man auf Basis dieses neuen Wissens die Maskenpflicht einführte. Allerdings ist hier die Frage, wie ein Professor und Doktor für Virologie derart falsch liegen kann, vor allem, wenn zu einem sehr frühen Zeitpunkt der Pandemie und darüber hinaus auch im weiteren Verlauf, zahlreiche Spezialisten bestätigen, dass die Verwendung von MNB nicht zielführend sind. Zudem betont Prof. Drosten, wie zahlreiche Spezialisten es auch tun, dass es sich um kein neuartiges Virus handle, was ebenfalls gegen eine plötzliche Pflicht zum Tragen einer Maske sprechen würde. Dann ist jedoch fraglich, warum es bei Großdemonstrationen wie „Black lives matter“ und Querdenken keine Massenansteckungen gab.

Fraglich ist auch, warum die Bundesregierung erneut auf die Beratung und Einschätzung von Herrn Drosten setzt, obwohl dieser sich bereits 2009 bezüglich des Influenza-A-Virus (H1N1), welches die sogenannte Schweinegrippe auslöst, irrte. Herr Drosten warb damals dafür, dass sich die Menschen gegen das vermeintlich gefährliche Virus impfen lassen sollten, als der eigentliche Hysterie um das Virus bereits wieder abgeklungen war, Zitat: 

„Bei der Erkrankung handelt es sich um eine schwerwiegende allgemeine Virusinfektion, die erheblich stärkere Nebenwirkungen zeitigt, als sich irgendjemand vom schlimmsten Impfstoff vorstellen kann.“ 

Heute wissen wir jedoch, dass diese Impfung diverse Nebenwirkungen verursachte, wie z. B. Narkolepsie. An den Folgen des Influenza-A-Virus starben in Deutschland ca. 350 Menschen, aufgrund der Impfung erkrankten etwa 100 Menschen an Narkolepsie.

Kritische Wissenschaftler

In der renommierten wissenschaftlichen Zeitschrift Annals of Internal Medicine führte man bereits im Juli 2020 eine Studie hinsichtlich des Schutzes einer Maske durch. Annals of Internal Medicine gilt als eine der bedeutendsten Zeitschriften auf die Mediziner zurückgreifen, Zitat: 

„(…) In conclusion, both surgical and cotton masks seem to be ineffective in preventing the dissemination of SARS–CoV-2 from the coughs of patients with COVID-19 to the environment and external mask surface.”

Diese Studie wurde im Sommer 2020 veröffentlicht, die Maskenpflicht wurde dennoch nicht aufgehoben oder wenigstens neu diskutiert. Doch nicht nur die Wissenschaftler dieser Studie beschäftigten sich mit der von der Politik auferlegten Maßnahme. Dr. Wolfgang Wodarg, deutscher Facharzt für Innere Krankheiten, Facharzt für Hygiene und Facharzt für Öffentliches Gesundheitswesen, welcher sogar als Amtsarzt in Flensburg tätig war und Prof. Dr. Sucharit Bhakdi, ein deutscher Facharzt für Mikrobiologie und Infektionsepidemiologie sind nur zwei Beispiele aus einer Vielzahl von Spezialisten, die sich nicht nur zu dieser Maßnahme kritisch aber sachlich äußerten.

Die Regierung behauptet, dass sie ein breites Feld an Wissenschaftlern zur Beratung hinzuzieht. Schaut man sich die Aussagen der Kanzlerin auf der Bundespressekonferenz vom 21. Januar 2021 an, wird deutlich, dass man eben nicht ein breites Spektrum an Wissenschaftlern befragt, sondern lediglich jene, die sich im Rahmen der politischen Agenda bewegen, Zitat Merkel: 

„(…) aber es gibt in dem Ganzen auch politische Grundentscheidungen, die haben mit Wissenschaft nichts zu tun. (…) und diese politische Entscheidung, die habe ich getroffen, da kann ich trotzdem die wissenschaftlichen Studien lesen.“ 

Frau Merkel macht deutlich, dass man eine politische Agenda fährt, auch wenn es wissenschaftliche Studien gibt, die den politischen Kurs massiv in Frage stellen.

Trotz vieler Wissenschaftler, die sich gegen eine Maskenpflicht positioniert haben, besteht die Maskenpflicht seit circa neun Monaten. In dieser Zeit wurde sie in vielen Teilen Deutschlands weit über Supermärkte und die öffentlichen Verkehrsmitteln hinaus erweitert. Inzwischen gibt es die Pflicht zum Tragen einer Maske in großen Teilen vieler Städte, auf Wochenmärkten, in kleinen Straßen und Gassen und an Stränden.

In dieser ganzen Zeit vertrat man die Meinung, die Menschen müssten nur irgendeinen Stoff vor ihren Mündern und Nasen tragen, um die Verbreitung des Virus zu verhindern.

Neuer Kurs der Politik hinsichtlich der Maskenpflicht

Wie allen bekannt, reicht dies nun nicht mehr aus. Inzwischen ist die Regierung der Ansicht, ein einfacher Stoff wäre nicht länger ausreichend. Wenn auch viele Minister die voreiligen Schritte des bayrischen Ministerpräsidenten Söder, man müsse eine FFP2-Maskenpflicht einführen, kritisierten, stimmten alle überein, diese nun bundesweit umzusetzen.

Interessant ist vor diesem Hintergrund allerdings, dass aus den Gebrauchsanweisungen vieler Hersteller von Masken hervorgeht, dass diese gar nicht vor Viren schützen. 

Bereits kurz nach Inkrafttreten der FFP2-Maskenpflicht in Bayern gab es weitere Kritik. Der Virologe und DGHM-(Deutsche Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie) Mitglied Andreas Podbielski, Direktor des Instituts für Medizinische Mikrobiologie, Virologie und Hygiene der Universität Rostock meint dazu, dass das Tragen von FFP2-Masken im privaten Bereich „Populismus und Blödsinn“ sei, Zitat: 

„Das ist belastend, und ich sehe den Sicherheitsgewinn nicht, sondern haufenweise Risiken.“ 

Laut Podbielski sollten Masken nur dort getragen werden, wo es angebracht ist: Bei der Ausübung von medizinischen Berufen. Zudem erklärt der Spezialist, dass eine FFP2-Maske einen deutlich größeren Atemwiderstand habe und daher auch zurecht nur im Arbeitsschutz vorgeschrieben sei und nach 75 Minuten Tragezeit eine Pause von 30 Minuten einzulegen ist. Nicht nur für ältere oder kranke Menschen sei der höhere Atemwiderstand eine starke Belastung.

Wer nun glaubt, dass Herr Podbielski mit dieser Ansicht allein dasteht, irrt sich. Selbst das Robert-Koch-Institut (RKI) warnt vor dem Tragen der FFP2-Maske im privaten Bereich. Zitat RKI: 

In den „Empfehlungen der BAuA und des ad-Hoc AK „Covid-19“ des ABAS zum Einsatz von Schutzmasken im Zusammenhang mit SARS-CoV‑2“ werden FFP2-Masken nicht zur privaten Nutzung empfohlen.“ 

Außerdem stellt das Institut klar, Zitat: 

„Das Tragen von FFP-2 (bzw. FFP3-) Masken durch geschultes und qualifiziertes Personal wird im medizinischen Bereich im Rahmen des Arbeitsschutzes vorgeschrieben, wenn patientennahe Tätigkeiten mit erhöhtem Übertragungsrisiko durch Aerosolproduktion, z.B. eine Intubation, durchgeführt werden.“ 

Siehe hierzu auch die Empfehlungen der BAuA und des ad-Hoc AK „Covid-19“ des ABAS zum Einsatz von Schutzmasken im Zusammenhang mit SARS-CoV‑2. Das RKI weist weiter daraufhin, dass im Voraus eines bestimmungsgemäßen Einsatzes der FFP2-Masken eine arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchung angeboten werden muss. Diese sei notwendig, um aufgrund des erhöhten Atemwiderstandes entstehende Risiken für den Anwender medizinisch bewerten zu können.

Die FFP2-Maske und ihre Kritiker

Johannes Knobloch, Leiter des Bereichs Krankenhaushygiene am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, und Walter Popp, Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene, sprachen sich dafür aus, dass die FFP2-Maske das Risiko der falschen Handhabung und des falschen Anlegens mit sich bringe . Die Maske sei für geschultes Personal in speziellen Berufen gedacht und nicht für Laien. Darüber hinaus benötige man zum Tragen dieser Masken regelmäßige Schulungen.

Die Deutsche Gesellschaft für Krankenhaushygiene (DGKH) sprach sich ebenfalls kritisch aus, Zitat: 

„Bedingt durch den zweckbestimmten, zielgerichteten Einsatz sind keine Untersuchungen zu den gesundheitlichen, ggf. auch langfristigen Auswirkungen der Anwendung von FFP2-Masken außerhalb des Gesundheitswesens z.B. bei vulnerablen Personengruppen oder Kindern verfügbar.“

Zudem nennt die DGKH Atembeschwerden oder Gesichtsdermatitis als bekannte Nebenwirkungen beim Gesundheitspersonal. Gesundheitliche Auswirkungen können bei älteren Menschen oder Menschen mit eingeschränkter Lungenfunktion nicht ausgeschlossen werden. Wichtig sei außerdem, so schreibt die DGKH, dass die Anwendung durch Laien grundsätzlich nur nach sorgfältiger Abwägung von potenziellem Nutzen und unerwünschten Wirkungen erfolgen sollte. Zudem wird darauf hingewiesen, dass eine Begleitung durch Ärzte stattfinden sollte, Zitat: 

„(…) sie sollte möglichst ärztlich begleitet werden, um über die Handhabung und Risiken aufzuklären, einen korrekten Dichtsitz zu gewährleisten, die für den Träger vertretbare Tragedauer unter Berücksichtigung der Herstellerangaben individuell festzulegen und gesundheitliche Risiken/Folgen zu minimieren.“ 

Die DGKH kommt zu dem Entschluss, dass unter Berücksichtigung der gesundheitlichen Auswirkungen von einer Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske abzuraten sei. Zudem seien die bisherigen, sich ergänzenden Maßnahmen ausreichend.

Zahlreiche Spezialisten und Institutionen, darunter das Robert-Koch-Institut, machen deutlich, dass selbst wenn man von den gesundheitlichen Auswirkungen absieht, eine FFP2-Maskenpflicht vernünftig organisiert sein müsste. Es müssten Schulungen und Einweisungen hinsichtlich der Handhabung und vor allem ärztliche Voruntersuchungen stattfinden sowie es in medizinischen Bereichen bereits der Fall ist. Es bleibt die Frage offen, wieso die Politik in diesem Fall so gravierend von den Empfehlungen der zentralen Beratungsbehörde (RKI) abweicht?

Das Masken-Debakel

Bereits im September 2020 wies die ARD in ihrem Wirtschaftsmagazin „Plusminus“ auf fragwürdige Geschäfte der Bundesregierung bei der Beschaffung von Gesichtsmasken hin. Im Frühjahr 2020 initiierte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn ein „Open-House-Verfahren“. Eine Rahmenbedingung war, dass Vertragspartner bis zum 30. April mindestens 25.000 Masken (FFP2- und OP-Masken) liefern. Das Bundesgesundheitsministerium erteilte den Lieferanten eine Garantie, dass man alle vertragsgemäß gelieferten Masken abnehmen würde. Die FFP2-Masken würde man zum Fixpreis von 4,50 Euro pro Maske und die OP-Maske zu 60 Cent pro Maske einkaufen. Womit das Gesundheitsministerium jedoch nicht rechnete war, dass wesentlich mehr Händler liefern konnten, als erwartet. Laut Ute Jasper, Leiterin mehrerer milliardenschwerer Großprojekte, ist das Open-House-Verfahren rechtlich bedenklich, Zitat: 

„(…) weil die öffentliche Hand mit Steuergeldern sparsam umgehen müsse. Wenn sie das nicht tut, verstößt sie gegen Beihilferecht, gegen Preisrecht und gegen Haushaltsrecht.“

Der Zweck dieser Vorschriften ist, dass das eingesetzte Geld auf dem Markt Nutzen findet. Werden hier jedoch Güter oberhalb der Marktpreise eingekauft, können die Vorschriften nicht eingehalten werden.

Fest steht also, dass das Open-House-Verfahren den vorgesehenen Etat von 1,2 Milliarden Euro deutlich überstiegen hat. Die gesamte Bestellung über die Ausrüstung des Bundesgesundheitsministeriums beläuft sich auf 6,4 Milliarden Euro.

Fazit

Es zeigt sich, dass die Vorgehensweise seitens der Politik mehr als fragwürdig erscheint. Auch das Hinzuziehen eines „Experten“, der in der Vergangenheit bereits durch seine dramatisierten Prognosen über die Gefährlichkeit eines Virus auffiel und mit diesen falsch lag, ist kein Zeichen für eine solide Politik. Dabei wäre es für die Regierung ohne weiteres möglich gewesen, andere Wissenschaftler zu Rate zu ziehen. Dies tat sie jedoch nicht. Frau Dr. Merkel, Politikerin und Physikerin, entschied sich für einen politischen Kurs und lies dabei wissenschaftliche Erkenntnisse und Studien nahezu gänzlich außer Acht. Diese grundlegende Entscheidung seitens der Regierung macht deutlich, weshalb jegliche Bemühungen hinsichtlich einer wissenschaftlichen Positionierung der Regierung vergebens waren.

In einer Krise, wie wir sie erleben, sollten politische Entscheidungen nur aufgrund wissenschaftlicher Erkenntnisse getroffen werden. Studien zu missachten, die deutlich zeigen, dass das Tragen einer Maske nicht den gewünschten Effekt erzielt, ist fragwürdig. Studien zu missachten, die zeigen, dass die Verwendung einer Mund-Nasen-Bedeckung mit gesundheitlichen Risiken einhergeht, ist jedoch fahrlässig.

Vor dem Hintergrund der aktuellen Einführung einer Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske, erscheint die Vorgehensweise der Bundesregierung skrupellos. Zudem setzt sie sich über die eigenen beratenden Behörden hinweg, die deutlich machen, dass von einer Verwendung ebenjener Maske im privaten Bereich abgeraten wird. Eine mögliche Erklärung für die Missachtung, ist die Erzeugung einer künstlichen Nachfrage nach medizinischen Masken. Diese wurden durch das Bundesgesundheitsministerium, insbesondere Herr Spahn, durch unwirtschaftliche Verträge in großen Mengen beschafft. Durch die Einführung dieser Maskenpflicht werden Bürger gezwungen Masken zu erwerben, die zuvor zu überhöhten Preisen von Steuergeldern eingekauft wurden.

Die Maskenpflicht erweist sich als Maßnahme zur Eindämmung des Virus als nicht geeignet und wird letzten Endes genutzt, um politische Fehler zu korrigieren. Das Vorgehen der Regierung in der anhaltenden Krise ist nicht nur hinsichtlich der Pflicht zum Tragen einer Maske mehr als bedenklich und sollte daher von jedem kritisch hinterfragt werden. 

Über die absurde Umsetzung dieser Maßnahme in Flensburg unter dem Motto „Ich mask mit“ schrieben wir unlängst einen weiteren Beitrag.

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