Initiative Flensburg Für Grundrechte

(c) Bjarne (Fablab Lübek)
Vitamin D Präparat

Vitamin D zur Vorsorge und Behandlung von COVID-19 – Eine Alternative zu Impfung und Steroiden?

Nicht erst seit Corona in unser Leben getreten ist, gibt es einige gute Studien zur Wirksamkeit von Vitamin D in Bezug auf Erkältungs- und Atemwegserkrankungen. Inzwischen ist es zudem erwiesen, dass Personen schwere COVID-19 Erkrankungen und tödliche Verläufe häufig dann erleiden, wenn sie einen Vitamin D (VitD) Mangel aufweisen. Spätestens seit September dieses Jahres, ist dies nicht nur im Rahmen von Studien durch Experten im Ausland bestätigt worden, sondern auch durch eine Studie, welche die Universität Heidelberg an 185 COVID-19 Patienten durchgeführt hat. Aus dem Englischen übersetzt, Zitat: 

„Unsere Studie zeigt einen Zusammenhang zwischen VitD-Mangel und Schweregrad/Mortalität von COVID-19 und unterstreicht die Notwendigkeit von Interventionsstudien zur VitD-Supplementierung bei SARS-CoV-2-Infizierten.“

Weiter heißt es in der Studie, Zitat: 

„Bei unseren Patienten war VitD-Mangel, bereinigt um Alter, Geschlecht und Komorbiditäten, mit einem 6-fach höheren Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf und einem ~15-fach höheren Sterberisiko verbunden.“

Alle Grafiken und erklärenden Texte zur Studie sind der oben im Text verlinkten Webseite entnommen. Texte in englischer Sprache wurden mithilfe des kostenfreien Übersetzungsdienstes deepl ins Deutsche übersetzt.

Histogramme der VitD-Verteilung. (A) Gesamte Kohorte (n = 185). (B) Stationäre Untergruppe (n = 93). (C) Ambulante Untergruppe (n = 92). Abkürzungen: Q1 und Q3, erstes bzw. drittes Quartil; SD, Standardabweichung.

Diagramm A zeigt die Vitamin D Verteilung innerhalb der gesamten Testgruppe (Kohorte) von 185 Personen. Diagramm B die VitD Verteilung der davon stationär behandelten Personen und Diagramm C die VitD Verteilung der ambulant behandelten Personen. Über die Gesamte Testgruppe hinweg liegt der VitD Median im Mangelbereich bei 16,6ng/ml. 

Vitamin D Mangel in Deutschland

Das derlei niedrige und darunter liegende Vitamin D Spiegel generell problematisch sind ist keine neue Erkenntnis. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE) verweist seit 2012 auf einen ganzjährig zu erhaltenden Spiegel von mindestens 50nmol/l, respektive 20ng/ml. Das Gesundheitsamt Bremen (GA-HB) bezeichnet diesen Wert als überholt und setzt sogar 30ng/ml als Minimalwert voraus. Laut nationaler Verzehrstudie erreichen 82 Prozent der Männer und 91 Prozent der Frauen nicht die empfohlene VitD Zufuhr, so das Gesundheitsamt. Labore kennzeichnen Werte unter 20ng/ml meist als leichten Mangel und Werte unter 12ng/ml meist als schweren Mangel, wie auch die aktuelle Studie aus Heidelberg.

Eine ausreichende Versorgung kann in der Regel durch endogene Synthese (körpereigene Produktion), nur in den Monaten April bis September erreicht werden, wenn ausreichend Hautoberfläche regelmäßig der Sonne ausgesetzt wird. Hierbei ist der Einstrahlungswinkel der der Sonne entscheidend, weil bei einem Winkel <45° zu viel UV-B Strahlung in der Atmosphäre verloren geht und nicht auf der Haut wirksam wird. Selbst im April und September eigenen sich nur die Stunden um die Mittagszeit, für eine effektive, endogene VitD Synthese im Freien. 

Gerade in den Monaten Oktober bis März, muss die Versorgung mit Vitamin D laut DGE bei Unterversorgung, durch die Einnahme eines Vitamin D Präparats sichergestellt werden. Hinzu kommt, dass gerade ältere Menschen über 70 Jahren, etwa 4 mal weniger hauteigenes Vitamin D produzieren. Das GA-HB informiert zur VitD Versorgung im Alter ebenfalls umfänglich auf seiner Webseite. Durch einen Rückgang der Kapazität zur Produktion von Vitamin D um 75 Prozent, können ältere Menschen ihren Bedarf trotz häufiger Sonnenbestrahlung nicht mehr selbst abdecken. 

Die Annahme dies durch ausgewogene Ernährung decken zu können ist eine Illusion. Die DGE spricht hierzu Klartext, Zitat: 

„Die Vitamin D Zufuhr über die Ernährung mit den üblichen Lebensmitteln (1 bis 2 µg pro Tag bei Kindern, 2 bis 4 µg pro Tag bei Jugendlichen und Erwachsenen) reicht nicht aus, um die gewünschte Versorgung (25(OH)D-Serumkonzentration von mindestens 50 nmol/l) bei fehlender endogener Synthese sicherzustellen. Hierfür werden 20 µg/Tag benötigt.“ 

Dies bedeutet, dass 800 internationale Einheiten (IE) täglich zugeführt werden müssen, um den Minimalwert zu halten. Um einen Spiegel aufzubauen, ist zu Anfang einer zusätzlichen Zufuhr, ein höherer Wert an internationalen Einheiten anzusetzen. Gemeinhin gilt seit 2012 ein Wert von 4.000 IE für Erwachsene als gesundheitlich unbedenklich, so durch die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) in der Pharmazeutischen Zeitung genannt.

Vitamin D Mangel in Bezug zu COVID-19

Kumulative Inzidenz von invasiver mechanischer Beatmung und/oder Tod und Überlebenswahrscheinlichkeit nach VitD-Status (<12 versus ≥12 ng/mL). (A) Kumulative Inzidenz des zusammengesetzten Ereignisses invasive mechanische Beatmung und/oder Tod entsprechend dem VitD-Status in der gesamten Kohorte. (B) Überlebenswahrscheinlichkeit in Abhängigkeit vom VitD-Status in der gesamten Kohorte. (C) Kumulative Inzidenz des zusammengesetzten Ereignisses invasive mechanische Beatmung und/oder Tod nach VitD-Status in der stationären Subgruppe. (D) Überlebenswahrscheinlichkeit in Abhängigkeit vom VitD-Status in der stationären Subgruppe. Abkürzungen: CI, Konfidenzintervall; HR, Hazard Ratio; VitD, Vitamin D.

Die zweite Grafik der Heidelberg-Studie zeigt schließlich das Ausmaß und die schwerwiegenden Folgen eines starken Vitamin D Mangels <12ng/ml, im Zusammenhang mit einer COVID-19 Erkrankung. So liegt die Inzidenz für invasive Beatmung und/oder Tod in der gesamten Testgruppe bei über 40 Prozent und bei der Gruppe der stationär behandelten Personen bei über 60 Prozent. Die Überlebenswahrscheinlichkeit der gesamten Testgruppe bei nur ca. 70 Prozent und der Gruppe stationär behandelter Personen bei sogar unter 60 Prozent.

Bei VitD Werten >12ng/ml, also leichtem Mangel, liegt die Inzidenz für invasive Beatmung und/oder Tod in der gesamten Testgruppe schon bei unter 10 Prozent und bei der Gruppe der stationär behandelten Personen bei unter 20 Prozent. Die Überlebenswahrscheinlichkeit der gesamten Testgruppe liegt nahe 100 Prozent und der Gruppe stationär behandelter Personen bei leicht unter 100 Prozent.

Kumulative Inzidenz von invasiver mechanischer Beatmung und/oder Tod und Überlebenswahrscheinlichkeit bei Patienten mit VitD < 20 versus ≥ 20 ng/mL. (A) Kumulative Inzidenz des zusammengesetzten Ereignisses invasive mechanische Beatmung und/oder Tod entsprechend dem VitD-Status in der gesamten Kohorte. (B) Überlebenswahrscheinlichkeit in Abhängigkeit vom VitD-Status in der gesamten Kohorte. (C) Kumulative Inzidenz des zusammengesetzten Ereignisses invasive mechanische Beatmung und/oder Tod nach VitD-Status in der stationären Subgruppe. (D) Überlebenswahrscheinlichkeit in Abhängigkeit vom VitD-Status in der stationären Subgruppe.

Das dritte Grafik der Heidelberg-Studie zeigt den Unterschied zwischen einem Vitamin D Mangel <20 ng/ml im Vergleich zu akzeptablen Werten von >=20ng/ml. Hierbei liegt die Inzidenz für invasive Beatmung und/oder Tod in der gesamten Testgruppe bei ca. 20 Prozent und bei der Gruppe der stationär behandelten Personen unter 40 Prozent. Die Überlebenswahrscheinlichkeit der gesamten Testgruppe bei ca. 90 Prozent und der Gruppe stationär behandelter Personen bei ca. 80 Prozent.

Bei VitD Werten >=20ng/ml, also gleich oder über dem Minimalwert, liegt die Inzidenz für invasive Beatmung und/oder Tod in der gesamten Testgruppe bei unter 5 Prozent und bei der Gruppe der stationär behandelten Personen bei ca. 10 Prozent. Die Überlebenswahrscheinlichkeit der gesamten Testgruppe liegt nahe 100 Prozent und der Gruppe stationär behandelter Personen weiterhin bei leicht unter 100 Prozent.

Wir lernen also, dass unser Immunsystem zum Großteil sehr gut mit dem SARS-CoV-2 Erreger zurecht kommt, wenn ein ausreichender VitD Spiegel von mindestens 20 ng/ml im Blut vorhanden ist.

Vorsorge und Behandlung

In Deutschland ist nicht zu erkennen, dass dieses Wissen durch die Verantwortlichen in Bund, Ländern und Behörden aufgegriffen wird, um Menschenleben zu retten. An mangelndem Wissen der medizinischen Experten zum Sachstand kann es kaum liegen. An der Verfügbarkeit auch nicht. 

Es ist nicht eindeutig belegbar und dennoch plausibel, dass Vitamin D Präparate seit Monaten nicht flächendeckend Anwendung finden, weil sie weder patentierbar, noch wirtschaftlich lukrativ sind. Das große Geld wird bei Big Pharma mit modernen Impfstoffen und kranken Menschen verdient. Mit 2 bis 3 Euro im Jahr für die Grundversorgung und Risikoreduzierung ist das zugeführte, ansonsten körpereigene Vitamin D einfach nicht interessant. Wer wirklich helfen will, handelt anders oder sucht sich vertrauenswürdigerer Berater.

Um zu zeigen das es auch Länder gibt die es anders machen, blicken wir nach Großbritannien. The Lancet, eine der ältesten und renommiertesten medizinischen Fachzeitschriften der Welt, hat zu dem Thema bereits im Juli 2020 einen Artikel veröffentlicht. In dem lautet es aus dem Englischen übersetzt, Zitat: 

„Da den Menschen geraten wird, so viel wie möglich zu Hause zu bleiben, haben die staatlichen Gesundheitsbehörden Großbritanniens empfohlen, während dieser Pandemie im Sommer und Herbst Vitamin-D-Präparate einzunehmen. Eine Vitamin D Ergänzung könnte besonders für ältere Menschen wichtig sein, da sie ein hohes Risiko für einen schlechten Ausgang von COVID-19 und für Vitamin D Mangel haben.“

Laut dortiger Berichterstattung der Zeitung The Guardian bekommen 2,7 Millionen Briten ab Januar 2021 kostenlose Vitamin D Präparate. Man sieht es geht wenn man denn will. Des Weiteren bezieht sich der Artikel auf eine Meta-Studie aus dem Jahr 2017, durchgeführt mit insgesamt 11.321 Teilnehmern und 25 randomisiert, kontrollierten Versuchen. Das Ergebnis in der Zusammenfassung zeigt, Zitat:

“ (..) das Vitamin-D-Supplementierung vor akuten Atemwegsinfektionen schützt und das Patienten mit sehr niedrigen (<25 nmol/l bzw. <10 ng/ml) Serum-25-Hydroxyvitamin-D-Konzentrationen (ein Marker für den Vitamin D Status) den größten Nutzen hatten.“

Während die WHO im Oktober den Einsatz von Steroiden zur Behandlung von COVID19 empfiehlt, weil sie in der Lage sind das Sterberisiko zu senken, ist bereits seit Juli durch eine US-Studie erwiesen, dass dies nicht die Lösung für alle betroffenen Patienten ist, so die Pharmazeutische Zeitung. Ohne hierzu weiter ins Detail zu gehen, haben wir es bei Steroiden, sogenannten Corticosteroiden, mit immunsuppressiven Stoffen zu tun. Heißt, diese Stoffe helfen zwar die Abwehrreaktionen des Körpers bei COVID19 Erkrankungen zu reduzieren, sorgen aber gleichzeitig für eine weitere Schwächung der Immunabwehr, mit teils schwerwiegenden Folgen, wie die FAZ bereits 2017 berichtete. Dies ist bei Vitamin D nicht der Fall, im Gegenteil.

Das Vitamin D im Zusammenhang mit COVID-19 immer noch umstritten diskutiert wird ist daher vollkommen unverständlich. Gerade mit Blick auf den kürzlich erfolgten und durch Ursula von der Leyen feierlich verkündeten Impfstart, mit einem nicht ausreichend erprobten, genmanipulierten mRNA Impfstoff, ist diese Diskussion nochmals mehr als fragwürdig. 

Vitamin D ist seit Jahrzehnten erprobt und die Risiken von möglichen Überdosierungen, sind bei einer gleichzeitig enorm großen therapeutischen Breite bestens bekannt. Mit minimalen Kosten und Aufwand, könnte hier sofort geholfen werden, hunderte, wenn nicht tausende Leben zu retten. Mit jedem Tag ohne eine solche Entscheidung, wird wider besseren Wissens mit Menschenleben kalkuliert. 

Selbst eine breit angelegte Informationskampagne über die Medien würde sehr vielen Menschen helfen, denn Vitamin D ist preiswert und frei verkäuflich. Ging es nicht von Anfang an auch immer um eine mögliche Überlastung des Gesundheitssystems? Auch hier könnte also für eine rasche Entspannung und Reduktion von Leid, Überlastung von Pflegepersonal, sowie persönlichen Schicksalen gesorgt werden – dauerhaft und nachhaltig.

Weitere Vorteile eines guten Blutspiegels

Abschließend werfen wir noch einen Blick auf die weitgehend unumstrittenen präventiven Vorteile, welche ein guter Vitamin D Spiegel über >30ng/ml mit sich bringt. Wer sich hierzu näher Informieren möchte, dem sei die Akademie für menschliche Medizin empfohlen. Prof. Dr. Jörg Spitz befasst sich seit Jahren ausführlich mit der Thematik rund um Vitamin D und weitere Zusammenhänge der präventiven Medizin. Um einen guten und schnellen Überblick zu bekommen, ist die Betrachtung seines Videos „Vitamin D und das Immunsystem“ aufschlussreich.

Mit Vitamin D assoziierte Phänomene

    • senkt den Blutdruck
    • fördert das angeborene und erworbene Immunsystem
    • produziert körpereigene Antibiotika (AMP)
    • schützt die Nervenzellen (z.B. vor MS)
    • bremst die Krebsentwicklung
    • verhindert eine Metastasenbildung
    • verbessert die Überlebensrate von KHK-Patienten
    • reduziert das Risiko für Diabetes Typ I und Typ II
    • schützt vor peripherer arterieller Verschlusserkrankung
    • kräftigt die Muskulatur
    • verzögert die Pflegebedürftigkeit im Alter

Wir beschäftigen uns heute wie morgen mit der allgemeinen Aufklärung über diese und andere Zusammenhänge. Aufklärung ist ein wichtiges Gut der Demokratie, mit dem Ziel einer wachsenden und emanzipierten Gesellschaft. 

Wir beleuchten daher auch weiterhin die Aspekt der alltäglichen Missstände um uns herum und dabei nicht nur jene der öffentlichen Berichterstattung, deren wesentlicher Zweck es ist, die gewünschten Narrative (6) durch Propaganda (7) zu erzeugen und diese in der Bevölkerung zu manifestieren.

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